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1948 - 1965 Panhead

Der 1948 vorgestellte Panhead-Motor erhielt aufgrund der Neukonstruktion von Kipphebel, hydraulisch betätigter Ventilspielkorrektur und Zylinderköpfen aus Aluminium den Namen Panhead. Der Panhead setzte sich vor die Knucklehead und überzeugte des Weiteren durch neue Aluminium-Ventildeckel, eine neue Nockenwelle, neue Auspuffkanäle sowie Querrohre und einer neue Ölpumpe, die eine 25% höhere Ölzufuhr zu den Zylinderköpfen ermöglichte. Der Panhead-Motor hatte beachtliche 4 Kilogramm weniger Gewicht als die noch vollkommen aus Metall hergestellten Knucklehead-Motorblöcke. Ein weiterer Vorteil dieser nun aus Aluminium hergestellten Zylinderköpfe war die verbesserte Wärmeableitung. Die Zündkerzen besaßen nun einen höheren Wärmewert, wodurch eine höhere Leistung bei geringeren Drehzahlen realisiert werden konnte. Das Getriebe wurde von Hand geschaltet. Je härter man den Schalthebel bediente, umso besser ließen sich die Gänge einlegen. Um schalten zu können, musste die Kupplung mit einem Fußpedal bedient werden. Dies wurde 1947, also erst ein Jahr zuvor geändert.
Für viele »der« Harley-Motor überhaupt, nimmt der Panhead eine Sonderstellung in der Customizing-Welt ein. Auch in den Choppern des Kultfilms Easy Rider wummerten diese V2-Motoren. Der Knucklehead-Motor trug noch Köpfe aus Grauguß. Die Auspuffbefestigung an diesen nun weicheren Aluminiumköpfen machte allerdings anfangs Schwierigkeiten. Bei den ersten Modellen war noch vorgesehen den Auspuff einfach aufzustecken und mit Schellen zu fixieren. Dies erwies sich aber schnell als Fehlkonstruktion da sich die Schellen immer wieder lösten und einfach nicht hielten. Neuere Köpfe wurden mit einem angegossenen Dreipunktanschluß versehen. Das Ölsabbern, hervorgerufen durch deformierte Dichtflächen an den spezifischen pfannenförmigen Blech-Ventildeckeln, wird durch übergestülpte, formstabilere Aluminiumringe und untergelegte Gummikorkdichtungen behoben. Abhilfe schaffen auch gegossene, verrippte Aluminiumdeckel aus dem Zubehörhandel. Die Pan-Motoren wurden mit 61 cubic inch (1000ccm) und 74 cubic inch (1200ccm) angeboten. Ab 1952 nur noch mit 1200ccm. Im Jahr der Markteinführung 1948 konnte die Panhead auf Wunsch in einem grellen Himmelblau geliefert werden. Weitere Neuerungen waren das Lenkradschloss und ein komfortabler Latex-gepolsterter Sattel.
Aufgrund der komfortablen Fahreigenschaften, eine Konsequenz der 1949 neu eingeführten Vorderradgabel, verdiente sich die Panhead den Titel „König der Highways“. Neben der hydraulischen Vordergabel wurde die Panhead 1949 als erste Maschine mit einer größeren Vorderradbremstrommel ausgerüstet. Diese Modellreihe bekam die Bezeichnung Hydra-Glide.
Der ein Jahr später modifizierte Einlaßkanal sorgte für eine um 10 PS höhere Leistung. 1952 kamen die ersten fußgeschalteten Modelle auf den Markt. Für die „Traditionalisten“ war jedoch die Handschaltung der Harley-Davidson auch weiterhin erhältlich. Die Pans rollten 18 Jahre lang vom Band und da sich dieser Motor über viele Produktionsjahre hinweg als äußerst zuverlässig erwiesen hatte, konnte man seine Aufmerksamkeit der Verbesserung anderer Bereiche widmen, wie z.B. der hydraulischen Hinterradfederung. Trotz der vielen eingeführten Neuerungen änderte sich am ursprünglichen Charakter der Panhead nichts. Die extreme Leistung und die beispiellose Zuverlässigkeit trugen viel zum wohlverdienten Ruhm dieser Maschine bei. 1965 war mit der Produktion der letzten Panhead erneut ein denkwürdiges Datum erreicht. Diese Maschine war wie die Knucklehead lange Zeit stolzes Zugpferd von Harley-Davidson gewesen, mußte jedoch gezwungenermaßen der unaufhaltsamen technologischen Entwicklung weichen. In diesem Jahr wurde die letzte nochmals verbesserte Pan vorgestellt. Dieses Modell ist heute unter dem Namen Electra-Glide bekannt, ausgerüstet mit dem ersten Elektrostarter und einer 12-Volt-Anlage (zuvor 6 Volt). Neben höherer Leistung und einem E-Start besaß die Panhead nun auch eine geschlossene Primärkette und einen 5-Gallonen-Turnpike-Tank für lange Non-Stop-Touren. Die 1948 vorgestellte Panhead hatte aufgrund einer Reihe von Verbesserungen und Modifikationen nicht nur eine andere Federung erhalten, sondern auch einen neuen Namen. Das Modell begann seine lange Laufbahn in einem Hardteil-Fahrwerk, das nur mit einer Sattelfederung ausgerüstet war, um die groben Stöße abzufangen. 1949 hieß sie ursprünglich Hydra-Glide, später (1958) dann Duo-Glide und ab 1965 schließlich Electra-Glide. Eine Zeitlang waren die Panheads in der 61- und 74- cubic inch-Ausführung erhältlich. Die Leistungszunahme kam mit den Jahren 1950 – wo sie 10 PS mehr durch die Einführung der „hi-lift cams“ erhielt. Dank der Verwendung eines besser atmenden Luftfilters ab 1956 wuchs die Leistung nochmals um 12% an. Anfang 1958 wurde das Fahren komfortabler, als der „Hardtail-Rahmen“ ausgemustert wurde und die Hinterradschwinge und die hydraulische Telegabel in der Duo-Glide zum Einsatz kamen. Anfangs gab es Probleme mit diesen neuen Systemen sodass die California Highway Patrol sogar die alten Hardtails zurückforderte. Dies wurde jedoch auf solch hoher Ebene gelöst, dass sogar Flugzeugkonstrukteure mit Harley Davidson Verhandlungen führten. Die klassische originale Panhead lässt sich an ihren Fishtail-Auspuffrohren, den zahlreichen Chromverzierungen, dem Ledersattel mit Fransen sowie Weißwandreifen erkennen.

Der 1948 vorgestellte Panhead-Motor erhielt aufgrund der Neukonstruktion von Kipphebel, hydraulisch betätigter Ventilspielkorrektur und Zylinderköpfen aus Aluminium den Namen Panhead. Der... mehr erfahren »
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1948 - 1965 Panhead

Der 1948 vorgestellte Panhead-Motor erhielt aufgrund der Neukonstruktion von Kipphebel, hydraulisch betätigter Ventilspielkorrektur und Zylinderköpfen aus Aluminium den Namen Panhead. Der Panhead setzte sich vor die Knucklehead und überzeugte des Weiteren durch neue Aluminium-Ventildeckel, eine neue Nockenwelle, neue Auspuffkanäle sowie Querrohre und einer neue Ölpumpe, die eine 25% höhere Ölzufuhr zu den Zylinderköpfen ermöglichte. Der Panhead-Motor hatte beachtliche 4 Kilogramm weniger Gewicht als die noch vollkommen aus Metall hergestellten Knucklehead-Motorblöcke. Ein weiterer Vorteil dieser nun aus Aluminium hergestellten Zylinderköpfe war die verbesserte Wärmeableitung. Die Zündkerzen besaßen nun einen höheren Wärmewert, wodurch eine höhere Leistung bei geringeren Drehzahlen realisiert werden konnte. Das Getriebe wurde von Hand geschaltet. Je härter man den Schalthebel bediente, umso besser ließen sich die Gänge einlegen. Um schalten zu können, musste die Kupplung mit einem Fußpedal bedient werden. Dies wurde 1947, also erst ein Jahr zuvor geändert.
Für viele »der« Harley-Motor überhaupt, nimmt der Panhead eine Sonderstellung in der Customizing-Welt ein. Auch in den Choppern des Kultfilms Easy Rider wummerten diese V2-Motoren. Der Knucklehead-Motor trug noch Köpfe aus Grauguß. Die Auspuffbefestigung an diesen nun weicheren Aluminiumköpfen machte allerdings anfangs Schwierigkeiten. Bei den ersten Modellen war noch vorgesehen den Auspuff einfach aufzustecken und mit Schellen zu fixieren. Dies erwies sich aber schnell als Fehlkonstruktion da sich die Schellen immer wieder lösten und einfach nicht hielten. Neuere Köpfe wurden mit einem angegossenen Dreipunktanschluß versehen. Das Ölsabbern, hervorgerufen durch deformierte Dichtflächen an den spezifischen pfannenförmigen Blech-Ventildeckeln, wird durch übergestülpte, formstabilere Aluminiumringe und untergelegte Gummikorkdichtungen behoben. Abhilfe schaffen auch gegossene, verrippte Aluminiumdeckel aus dem Zubehörhandel. Die Pan-Motoren wurden mit 61 cubic inch (1000ccm) und 74 cubic inch (1200ccm) angeboten. Ab 1952 nur noch mit 1200ccm. Im Jahr der Markteinführung 1948 konnte die Panhead auf Wunsch in einem grellen Himmelblau geliefert werden. Weitere Neuerungen waren das Lenkradschloss und ein komfortabler Latex-gepolsterter Sattel.
Aufgrund der komfortablen Fahreigenschaften, eine Konsequenz der 1949 neu eingeführten Vorderradgabel, verdiente sich die Panhead den Titel „König der Highways“. Neben der hydraulischen Vordergabel wurde die Panhead 1949 als erste Maschine mit einer größeren Vorderradbremstrommel ausgerüstet. Diese Modellreihe bekam die Bezeichnung Hydra-Glide.
Der ein Jahr später modifizierte Einlaßkanal sorgte für eine um 10 PS höhere Leistung. 1952 kamen die ersten fußgeschalteten Modelle auf den Markt. Für die „Traditionalisten“ war jedoch die Handschaltung der Harley-Davidson auch weiterhin erhältlich. Die Pans rollten 18 Jahre lang vom Band und da sich dieser Motor über viele Produktionsjahre hinweg als äußerst zuverlässig erwiesen hatte, konnte man seine Aufmerksamkeit der Verbesserung anderer Bereiche widmen, wie z.B. der hydraulischen Hinterradfederung. Trotz der vielen eingeführten Neuerungen änderte sich am ursprünglichen Charakter der Panhead nichts. Die extreme Leistung und die beispiellose Zuverlässigkeit trugen viel zum wohlverdienten Ruhm dieser Maschine bei. 1965 war mit der Produktion der letzten Panhead erneut ein denkwürdiges Datum erreicht. Diese Maschine war wie die Knucklehead lange Zeit stolzes Zugpferd von Harley-Davidson gewesen, mußte jedoch gezwungenermaßen der unaufhaltsamen technologischen Entwicklung weichen. In diesem Jahr wurde die letzte nochmals verbesserte Pan vorgestellt. Dieses Modell ist heute unter dem Namen Electra-Glide bekannt, ausgerüstet mit dem ersten Elektrostarter und einer 12-Volt-Anlage (zuvor 6 Volt). Neben höherer Leistung und einem E-Start besaß die Panhead nun auch eine geschlossene Primärkette und einen 5-Gallonen-Turnpike-Tank für lange Non-Stop-Touren. Die 1948 vorgestellte Panhead hatte aufgrund einer Reihe von Verbesserungen und Modifikationen nicht nur eine andere Federung erhalten, sondern auch einen neuen Namen. Das Modell begann seine lange Laufbahn in einem Hardteil-Fahrwerk, das nur mit einer Sattelfederung ausgerüstet war, um die groben Stöße abzufangen. 1949 hieß sie ursprünglich Hydra-Glide, später (1958) dann Duo-Glide und ab 1965 schließlich Electra-Glide. Eine Zeitlang waren die Panheads in der 61- und 74- cubic inch-Ausführung erhältlich. Die Leistungszunahme kam mit den Jahren 1950 – wo sie 10 PS mehr durch die Einführung der „hi-lift cams“ erhielt. Dank der Verwendung eines besser atmenden Luftfilters ab 1956 wuchs die Leistung nochmals um 12% an. Anfang 1958 wurde das Fahren komfortabler, als der „Hardtail-Rahmen“ ausgemustert wurde und die Hinterradschwinge und die hydraulische Telegabel in der Duo-Glide zum Einsatz kamen. Anfangs gab es Probleme mit diesen neuen Systemen sodass die California Highway Patrol sogar die alten Hardtails zurückforderte. Dies wurde jedoch auf solch hoher Ebene gelöst, dass sogar Flugzeugkonstrukteure mit Harley Davidson Verhandlungen führten. Die klassische originale Panhead lässt sich an ihren Fishtail-Auspuffrohren, den zahlreichen Chromverzierungen, dem Ledersattel mit Fransen sowie Weißwandreifen erkennen.